Ende 1944 trat die Royal Navy „inoffiziell“ an die Firma Supermarine heran mit dem Auftrag einen schnellen Marineaufklärer zu fertigen. Die Anforderungen des Geheimprojekt „Manatee (Seekuh)“ waren:
- 1. der neue Flugzeugtyp sollte doppelt so schnell als die „Walrus“ sein
- 2. durfte in den Abmessungen nicht grösser sein
- 3. der Prototyp musste in 3 Monaten zum zur Verfügung stehen
Um das Projekt zu beschleunigen stellte die RN den Konstrukteuren eine in Frankreich erbeutete Me-262 zur Verfügung. Dem Planungsbüro bei Supermarine wurde schnell klar, dass es in der kurzen Zeit nicht möglich war einen komplett neuen Flugzeugtyp zu entwickeln, also wurde der Schwimmerrumpf der „Walrus“ an die Me-262 angepasst. Auch wurden die Doppeltragflächen an den Rumpf der Me-262 angepasst was zu einer neuen Strebenkonstruktion der Flügel führte. Die 2 Triebwerksgondeln der Me-262 ersetzten den Sternmotor der „Walrus“. Die „Manatee“ wurde am 21.02.1945 von der HMS Belfast zum Erstflug erfolgreich gestartet. Laut dem Testpilot R. W. Aspendiffers war der Flug äussert „ruppig“. Das Projekt wurde aber dann wegen der Kapitulation der Achsenmächte eingestellt.
Unbestätigten Quellen zu folge befindet sich der Prototyp noch heute, in Kisten zerlegt, in den weitläufigen Kellern des Schloss Windsor.
Do it or do it not, there is no try....